Hochmittelalterhelme – Nasalhelme, Topfhelme & Hirnhauben
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Hirnhaube Nymandus
Normannischer Nasalhelm – authentischer Mittelalterhelm aus 1,6 mm Stahl mit Lederinlay & Kinnriemen
Mittelalterliche Hirnhaube aus 2 mm Stahl – Schaukampftauglicher Helm des 13. Jahrhunderts
Mittelalterlicher Eisenhut, 13. Jahrhundert – 1,6 mm Stahl, schaukampftauglich
Gefertigt aus ca. 1,6 mm starkem Stahl
Charakteristische Form mit konisc…
Hirnhaube Bero – Mittelalterlicher Helm aus 2 mm Stahl, schaukampftauglich
Nasalhelm Olmütz
Mittelalter Topfhelm mit Klappvisier & Antik-Finish – Ritterhelm aus Stahl mit Messingkreuz
Italo-Normannischer Nasalhelm
Spangenhelm Lodwig
Tempelritterhelm Pantaleon
Kreuzritter-Topfhelm schaukampftauglich
Kreuzritter-Topfhelm 13. Jhdt.
Normannischer Spangenhelm Wichman mit Gesichtsplatte
Kreuzfahrer Spangenhelm mit Gesichtsplatte
Hochmittelalter Spangenhelm mit Gesichtsplatte
Kreuzritter Helm aus 2 mm Stahl – schaukampftauglicher Topfhelm des 12.–13. Jahrhunderts
Grosser Königlicher Topfhelm mit Krone
Hochmittelalterhelme vom Normannenhelm bis zum Großen Helm
Zwischen etwa 1050 und 1250 veränderten sich europäische Helme deutlich. Zu Beginn dieses Zeitraums waren offene Nasalhelme und verwandte Konstruktionen verbreitet. Im 12. und 13. Jahrhundert entstanden zunehmend Helme mit größerer Abdeckung von Gesicht und Kopf, bis sich schließlich der Große Helm beziehungsweise Topfhelm als besonders charakteristische Ritterhelmform entwickelte.
In dieser Warengruppe findest Du Helmrepliken des Hochmittelalters wie normannische Nasalhelme, Spangenhelme mit Gesichtsschutz, Hirnhauben und frühe Topfhelme. Für eine historische Darstellung ist nicht nur die allgemeine Bezeichnung „Ritterhelm“ entscheidend: Bauform und Datierung sollten zum dargestellten Zeitraum passen.
Nasalhelme und Normannenhelme des 11. und 12. Jahrhunderts
Der Nasalhelm ist eine der charakteristischen Helmformen am Übergang vom Früh- zum Hochmittelalter. Namensgebend ist das Nasal – ein vom Stirnbereich nach unten reichender Metallsteg vor der Nase.
Viele Nasalhelme besitzen eine konische oder leicht gerundete Helmglocke und lassen große Bereiche des Gesichts frei. Form, Konstruktion und Ausführung unterscheiden sich jedoch je nach Modell und historischer Vorlage.
Was ist ein Normannenhelm?
Als Normannenhelm werden heute häufig Nasalhelme bezeichnet, die mit normannischen Darstellungen des 11. und 12. Jahrhunderts verbunden werden. Besonders bekannt ist diese Helmform durch zeitgenössische Bildquellen aus der Zeit der normannischen Expansion.
„Normannenhelm“ bezeichnet jedoch nicht zwangsläufig eine einzige exakt definierte Konstruktion. Auch andere europäische Krieger verwendeten vergleichbare Nasalhelme.
Für eine konkrete Darstellung solltest Du deshalb auf die Datierung des jeweiligen Modells achten. Ein Helm des 10. Jahrhunderts gehört zeitlich noch ins Frühmittelalter, während Modelle aus der zweiten Hälfte des 11. oder aus dem 12. Jahrhundert gut in den hochmittelalterlichen Bereich passen.
Spangenhelme mit erweitertem Gesichtsschutz
Auch im Hochmittelalter verschwanden aus mehreren Teilen zusammengesetzte Helmkonstruktionen nicht schlagartig. Einige Modelle kombinieren eine aus Segmenten beziehungsweise Spangen aufgebaute Helmglocke mit einem zunehmend umfangreichen Gesichtsschutz.
Solche Helme sind besonders interessant, weil sie den Übergang von vergleichsweise offenen Nasalhelmen zu stärker geschlossenen Helmformen veranschaulichen.
Ein vorhandenes Nasal oder eine Gesichtsplatte sagt dabei allein noch nichts über die genaue Datierung aus. Für die historische Einordnung sind Konstruktion, Form und konkrete Vorlage gemeinsam zu betrachten.
Hirnhauben im Hochmittelalter
Die Hirnhaube ist eine vergleichsweise eng am Kopf liegende Metallkappe ohne großen Gesichtsschutz. Solche einfachen Helmformen entwickelten sich im Hochmittelalter weiter und konnten eigenständig oder zusammen mit zusätzlicher Kopfbedeckung getragen werden.
Im 13. Jahrhundert spielte die Hirnhaube auch im Zusammenhang mit stärker geschlossenen Überhelmen eine Rolle. Eine kleinere, eng sitzende Helmform bot dabei einen deutlich anderen Tragecharakter als ein schwerer Großer Helm.
Moderne Hirnhauben unterscheiden sich unter anderem bei Stahlstärke, Größe, Form, Innenausstattung und Gewicht. Einige unserer Modelle sind ausdrücklich für Schaukampf vorgesehen, andere sollten entsprechend ihrer jeweiligen Produktbeschreibung ausgewählt werden.
Großer Helm und Topfhelm – charakteristische Ritterhelme des Hochmittelalters
Gegen Ende des 12. und besonders im 13. Jahrhundert entstanden immer stärker geschlossene Ritterhelme. Daraus entwickelte sich der Große Helm, heute häufig auch als Topfhelm, Kübelhelm oder englisch „Great Helm“ bezeichnet.
Im Gegensatz zum offenen Nasalhelm umschließt ein Großer Helm das Gesicht weitgehend. Sehschlitze ermöglichen den Blick nach vorne, während Öffnungen im Gesichtsbereich der Belüftung dienen.
Die Bezeichnung „Topfhelm“ umfasst dabei verschiedene Formen und Entwicklungsstufen. Frühe Modelle des Hochmittelalters unterscheiden sich deutlich von späteren Helmen des 14. Jahrhunderts.
Topfhelm ist nicht gleich Topfhelm
Bei der Auswahl ist die Datierung deshalb besonders wichtig. Ein Großer Helm des 13. Jahrhunderts passt in eine andere Darstellung als ein Sugar-Loaf-Helm um 1330 oder ein später Großer Helm aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts.
Auch die Form der Helmglocke veränderte sich. Neben relativ geraden und flacheren oberen Abschlüssen entstanden später stärker gewölbte beziehungsweise nach oben zulaufende Konstruktionen.
Wenn Du gezielt eine hochmittelalterliche Darstellung zusammenstellst, solltest Du daher nicht allein nach „Topfhelm“ suchen, sondern die beim Modell angegebene Datierung berücksichtigen.
Vom Hoch- zum Spätmittelalter
Die Entwicklung mittelalterlicher Helme verlief fließend. Um 1250 endet deshalb nicht plötzlich die Verwendung aller älteren Helmformen. Für unsere zeitliche Orientierung trennen wir dennoch Hochmittelalter und Spätmittelalter, damit sich Modelle nach ihrer hauptsächlichen historischen Einordnung leichter vergleichen lassen.
Helme des 14. und 15. Jahrhunderts unterscheiden sich zunehmend von den typischen hochmittelalterlichen Formen. Beckenhauben beziehungsweise Bascinets, Hundsgugeln, Schaller, Barbuta und spätere Eisenhutformen gehören deshalb in erster Linie zum Spätmittelalter.
Wenn Du Helme ab etwa 1250 suchst, findest Du diese bei unseren Spätmittelalterhelmen.
Welcher Hochmittelalterhelm passt zu Deiner Darstellung?
Für die Auswahl solltest Du zunächst Zeitraum und gewünschte Darstellung bestimmen. Ein normannischer Krieger des 11. Jahrhunderts benötigt eine andere Helmform als ein Ritter des frühen 13. Jahrhunderts.
Wichtige Auswahlkriterien sind:
- Datierung: passt das konkrete Modell in Deinen dargestellten Zeitraum?
- Helmtyp: Nasalhelm, Spangenhelm, Hirnhaube oder Großer Helm
- Gesichtsabdeckung: offen, mit Nasal, mit Gesichtsplatte oder weitgehend geschlossen
- Größe: Kopfumfang und Innenmaße müssen zu Deiner Kopfform passen
- Unterbekleidung: Bundhaube, Polsterhaube oder Kettenhaube benötigen zusätzlichen Platz
- Materialstärke und Gewicht: insbesondere bei längerem Tragen relevant
- Innenausstattung: beispielsweise Lederinlay und Kinnriemen
- Verwendung: Reenactment, historische Darstellung, LARP, Sammlung oder Schaukampf
Die richtige Helmgröße bestimmen
Der Kopfumfang ist das wichtigste Ausgangsmaß für die Größenwahl. Bei einem starren Metallhelm genügt er jedoch nicht immer, weil sich Kopfformen bei gleichem Umfang deutlich unterscheiden können.
Vergleiche deshalb – sofern beim Artikel angegeben – zusätzlich den Innenabstand von Stirn zu Hinterkopf und von Ohr zu Ohr.
Besonders wichtig ist die geplante Unterbekleidung. Eine Bundhaube, Polsterhaube oder Kettenhaube benötigt zusätzlichen Platz. Messe deshalb möglichst mit der Kleidung beziehungsweise Polsterung, die Du später unter dem Helm tragen möchtest.
Weitere Messpunkte und Hinweise findest Du in unserer Maßtabelle für Helme.
Offener Nasalhelm oder geschlossener Topfhelm?
Die verschiedenen Bauformen unterscheiden sich beim Tragen deutlich. Ein offener Nasalhelm lässt große Teile des Gesichts frei. Bei einem Großen Helm erfolgt die Sicht dagegen hauptsächlich durch schmale Sehöffnungen, und auch die Luftzirkulation ist stärker von der Bauweise des Helms abhängig.
Für Reenactment oder längeres Tragen sollten deshalb neben der historischen Einordnung auch Sichtfeld, Gewicht und Innenausstattung berücksichtigt werden.
Ein optisch eindrucksvoller geschlossener Ritterhelm ist nicht automatisch für jeden Einsatzzweck die praktischste Wahl.
Materialstärke und Schaukampfeignung
Hochmittelalterliche Helmrepliken werden je nach Modell in unterschiedlichen Materialstärken gefertigt. Eine höhere Stahlstärke führt häufig zu einem größeren Gewicht.
Die Stahlstärke allein entscheidet jedoch nicht über die Schaukampfeignung. Auch Konstruktion, Verbindungen, Kanten, Gesichtsschutz und Innenausstattung sind relevant.
Verwende für Schaukampf deshalb ausschließlich Helme, die beim konkreten Artikel ausdrücklich dafür ausgewiesen sind. Je nach Veranstaltung oder Verein können zusätzlich eigene Anforderungen an Helm und übrige Schutzausrüstung gelten.
Eine gezielte Auswahl entsprechend ausgewiesener Modelle findest Du auch bei unseren Schaukampfhelmen.
Kettenhauben, Kettenbrünnen und weitere Ergänzungen
Bei hochmittelalterlichen Darstellungen wurden Helme häufig mit weiteren Bestandteilen des Kopfschutzes kombiniert. Dazu können textile Polsterungen, Kettenhauben oder – bei entsprechend vorbereiteten späteren Helmformen – Kettenbrünnen gehören.
Welche Kombination historisch und technisch sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Helmtyp ab. Nicht jede Kettenbrünne lässt sich an jedem Helm befestigen und nicht jedes Inlay passt in jede Helmglocke.
Helmzubehör und Helmständer
Separate Kettenbrünnen, Helminletts, Ledersehnen, Befestigungsmaterial, Helmständer und weiteres Helmzubehör findest Du gesammelt in unserem Zubehörbereich.
Ledersehnen können beispielsweise zur Befestigung einer Kettenbrünne an entsprechend vorbereiteten Helmen verwendet werden. Bei Zubehör solltest Du immer auf die Abmessungen und die vorgesehene Befestigungsart achten.
Ein Helmständer eignet sich zur Aufbewahrung und Präsentation Deines Ritterhelms und ermöglicht insbesondere bei großen oder geschlossenen Helmen eine übersichtliche Darstellung in der Sammlung.
Pflege hochmittelalterlicher Stahlhelme
Viele mittelalterliche Helmrepliken bestehen aus nicht rostfreiem Stahl. Feuchtigkeit und Handschweiß sollten deshalb nach dem Tragen entfernt werden.
Lasse auch das Innenfutter sowie eventuell verwendete textile oder Kettenbestandteile vollständig trocknen. Unbeschichtete Stahlflächen können anschließend bei Bedarf dünn mit einem geeigneten Pflegeöl geschützt werden.
Bei brünierten, lackierten oder anderweitig behandelten Oberflächen solltest Du zusätzlich die Hinweise des jeweiligen Artikels berücksichtigen.
Häufige Fragen zu Hochmittelalterhelmen
Welche Helme gehören zum Hochmittelalter?
Für den Zeitraum von etwa 1050 bis 1250 sind unter anderem Nasalhelme, normannische Helmformen, Hirnhauben, verschiedene Übergangskonstruktionen und frühe Große beziehungsweise Topfhelme relevant.
Was ist ein Nasalhelm?
Ein Nasalhelm besitzt einen vom Stirnbereich vor die Nase reichenden Metallsteg. Die Bezeichnung beschreibt diesen Nasenschutz und nicht die Konstruktion der gesamten Helmglocke.
Ist jeder Nasalhelm ein Normannenhelm?
Nein. Nasalhelme wurden nicht ausschließlich von Normannen verwendet. „Normannenhelm“ wird heute häufig für bestimmte Nasalhelmformen des 11. und 12. Jahrhunderts verwendet.
Was ist der Unterschied zwischen Hirnhaube und Topfhelm?
Eine Hirnhaube ist eine vergleichsweise kleine, eng am Kopf liegende und offene Helmform. Ein Großer Helm beziehungsweise Topfhelm umschließt dagegen Kopf und Gesicht deutlich umfangreicher.
Was ist ein Großer Helm?
Der Große Helm ist eine weitgehend geschlossene mittelalterliche Helmform mit Seh- und Belüftungsöffnungen. Er entwickelte sich gegen Ende des 12. Jahrhunderts und wurde besonders im 13. und 14. Jahrhundert zu einer charakteristischen Ritterhelmform.
Gehört jeder Topfhelm zum Hochmittelalter?
Nein. Topf- und Große Helme wurden in unterschiedlichen Formen auch nach 1250 verwendet. Für die Einordnung ist deshalb die Datierung des konkreten Modells entscheidend.
Gehört eine Beckenhaube zum Hochmittelalter?
Frühe Entwicklungen liegen im Übergangsbereich, die typischen Beckenhauben beziehungsweise Bascinets des 14. Jahrhunderts werden jedoch dem Spätmittelalter zugeordnet.
Welche Größe benötige ich?
Vergleiche Deinen Kopfumfang sowie vorhandene Innenmaße mit Deiner Kopfform. Bundhaube, Polsterung oder Kettenhaube müssen bei der Größenwahl zusätzlich berücksichtigt werden.
Ist jeder 2-mm-Stahlhelm schaukampftauglich?
Nein. Die Materialstärke allein reicht für diese Beurteilung nicht aus. Maßgeblich ist die beim konkreten Artikel ausdrücklich angegebene Eignung.
Wo finde ich Helmständer, Inletts und Kettenbrünnen?
Helmständer, Kettenbrünnen, Helminletts, Ledersehnen und weiteres Zubehör findest Du gesammelt bei unserem Helmzubehör.