Neuzeitliche Helme – Morione, Burgonets, Pickelhauben & Stahlhelme
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Deutscher Fallschirmjäger-Helm M38 mit Camo-Finish
Deutscher Morion Helm – 16. Jahrhundert – Landsknecht Helm aus Stahl
Deutscher Stahlhelm M42
Landsknechthelm Deutscher Morion
Morion mit Federbusch
Morion mit Lederinlet
Pickelhaube Preußen 1867
Pickelhaube Preußen 1889
Pickelhaube Preußen 1889
Pickelhaube Preußische Infanterie 1889 – Lederhelm mit Messingbeschlägen, Replik
Preußische Pickelhaube 1905
Spanischer Morion Helm aus Edelstahl 33 cm – Renaissance-Helm von Marto für Sammlung & Darstellung
Aus Edelstahl gefertigt, sorgfältig verarbeitet und dekorativ poliert
Typische hohe…
Spanischer Morion graviert von Marto
Sturmhaube / Burgonet
Sturmhaube / Burgonet 3-teilig
Sturmhaube mit Burgonet 17 Jhdt.
Zischägge 17. Jahrhundert
englischer Visierhelm 16.Jhdt.
Neuzeitliche Helme vom 16. bis zum 20. Jahrhundert
Mit dem Übergang vom späten Mittelalter zur Neuzeit veränderten sich auch Rüstungen und militärische Helme. Neben weiterhin stark von der Plattenrüstung geprägten Helmformen entstanden im 16. und 17. Jahrhundert Morione, Burgonets beziehungsweise Sturmhauben, Visierhelme und Zischäggen. Im 19. Jahrhundert folgten völlig anders konstruierte Militärhelme wie die Pickelhaube, während das 20. Jahrhundert durch moderne Stahlhelmformen geprägt wurde.
Diese Warengruppe umfasst deshalb historische Helme und Helmrepliken unterschiedlicher Abschnitte der Neuzeit. Unser Sortiment reicht von Landsknecht- und Renaissancehelmen über frühneuzeitliche Reiter- und Visierhelme bis zu Pickelhauben und Stahlhelm-Reproduktionen des 20. Jahrhunderts.
„Neuzeitlicher Helm“ bezeichnet dabei keinen bestimmten Helmtyp. Für eine historische Darstellung sind vielmehr die konkrete Bauform, Datierung und regionale beziehungsweise militärische Zuordnung entscheidend.
Morion und Landsknechthelm im 16. Jahrhundert
Der Morion gehört zu den bekanntesten europäischen Helmformen des 16. Jahrhunderts. Charakteristisch sind eine meist hohe Helmglocke und eine breite Krempe, deren vorderer und hinterer Bereich je nach Ausführung deutlich nach oben gezogen sein kann.
Morione wurden in unterschiedlichen Regionen Europas gefertigt und verwendet. Entsprechend gibt es deutsche, spanische, italienische und weitere Ausführungen, die sich bei Form, Material, Verzierung und Ausstattung unterscheiden können.
In unserem Sortiment bilden Morione derzeit einen deutlichen Schwerpunkt innerhalb der neuzeitlichen Helme. Dazu gehören schlichtere Landsknechthelme ebenso wie Modelle mit Federbusch, gravierten Oberflächen oder dekorativer Ausführung.
Morion und Landsknechte
Der Morion wird heute besonders häufig mit Landsknechten, Pikenieren, Stadtwachen und Leibgarden der Renaissance verbunden. Dabei sollte die Bezeichnung „Landsknechthelm“ nicht als eigener, exakt definierter historischer Helmtyp verstanden werden. Sie beschreibt vielmehr den Zusammenhang, in dem bestimmte Morion-Ausführungen heute für historische Darstellungen angeboten werden.
Für eine möglichst genaue Darstellung solltest Du deshalb neben der allgemeinen Bezeichnung immer die Datierung und Herkunft des konkreten Modells berücksichtigen.
Morion mit Helmbusch
Einige Morion-Repliken besitzen eine Halterung für einen Feder- beziehungsweise Helmbusch oder werden bereits mit einem solchen geliefert. Dadurch verändert sich die optische Wirkung des Helms erheblich.
Ob ein Federbusch enthalten ist, sollte immer anhand des konkreten Lieferumfangs geprüft werden. Eine vorhandene Halterung bedeutet nicht automatisch, dass jeder beliebige Helmbusch darauf passt.
Burgonet und historische Sturmhaube
Das Burgonet gehört ebenfalls zu den charakteristischen europäischen Helmformen der Renaissance und frühen Neuzeit. Im deutschen Sprachgebrauch begegnet dafür auch die historische Bezeichnung Sturmhaube.
Damit ist in diesem Zusammenhang ein Metallhelm gemeint – nicht die heute ebenfalls als Sturmhaube bezeichnete textile Kopf- und Gesichtsbedeckung.
Typische Burgonets besitzen eine geformte Helmglocke, einen Schirm beziehungsweise Stirnbereich sowie je nach Ausführung bewegliche Wangenklappen und einen Schutz des Hinterkopfes. Es existierten zahlreiche regionale und konstruktive Varianten.
Offene und geschlossene Burgonets
Burgonets konnten unterschiedlich stark geschlossen sein. Neben relativ offenen Ausführungen existierten Modelle mit erweitertem Gesichtsschutz oder beweglichen Bauteilen.
Ein geschlossener Burgonet beziehungsweise Visierhelm bietet dadurch eine völlig andere Gesichtsabdeckung als ein offener Landsknecht- oder Morionhelm. Für die Auswahl sind deshalb nicht nur Epoche und Optik, sondern auch Sichtfeld, Gewicht und Innenausstattung relevant.
Visierhelme des 16. Jahrhunderts
Geschlossene Visierhelme des 16. Jahrhunderts stehen noch deutlich in der Tradition der Plattenrüstung. Anders als bei einem offenen Morion wird das Gesicht durch bewegliche oder feste Metallteile stärker umschlossen.
Je nach Modell können zusätzlich Hals-, Kinn- oder Kragenbereiche einbezogen sein. Solche Helme sind daher hinsichtlich Gewicht, Sichtfeld und Tragegefühl nicht direkt mit offenen Helmformen vergleichbar.
Für eine historische Einordnung sollte die konkrete Datierung des Modells berücksichtigt werden, weil ähnliche Konstruktionsprinzipien vom späten 15. bis weit in das 16. Jahrhundert vorkommen konnten.
Zischägge und Pappenheimerhelm
Die Zischägge ist eine weitere charakteristische Helmform der frühen Neuzeit. Ihre Entwicklung ist von mittel- und osteuropäischen sowie osmanischen Rüstungstraditionen beeinflusst.
Typische Ausführungen besitzen eine gerundete Helmglocke, Wangenklappen, einen Nackenschutz und häufig einen verstellbaren Nasenschutz. Je nach Region und Zeitraum unterscheiden sich Konstruktion und Verzierung deutlich.
Für das 17. Jahrhundert wird im Zusammenhang mit solchen Reiterhelmen auch die Bezeichnung Pappenheimerhelm verwendet. Unser entsprechendes Modell gehört daher in einen anderen historischen Zusammenhang als die Morione und Landsknechthelme des 16. Jahrhunderts.
Helme der Renaissance und frühen Neuzeit richtig einordnen
Die Grenze zwischen Spätmittelalter und Renaissance verlief bei Rüstungen nicht schlagartig. Helmformen des späten 15. Jahrhunderts wurden im 16. Jahrhundert weiterentwickelt, während gleichzeitig neue Konstruktionen entstanden.
Ein Schaller um 1480 oder 1490 gehört in unserer Einteilung noch zu den Spätmittelalterhelmen. Morione, typische Renaissance-Burgonets und vergleichbare Helmformen des 16. Jahrhunderts ordnen wir dagegen den neuzeitlichen Helmen zu.
Für eine konkrete Darstellung sollte deshalb immer die Datierung des einzelnen Modells den Ausschlag geben.
Pickelhauben des 19. Jahrhunderts
Mit den Rüstungshelmen des 16. und 17. Jahrhunderts haben Pickelhauben konstruktiv nur noch wenig gemeinsam. Sie gehören in die militärische Helmgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
Besonders bekannt sind preußische Pickelhauben mit der charakteristischen Metallspitze. Je nach Truppengattung und Ausführung konnten Helmkörper, Beschläge, Embleme und Material deutlich variieren. Neben Lederhelmen existierten beispielsweise auch metallene Kürassierhelme.
Unsere entsprechenden Modelle findest Du gesammelt bei den Pickelhauben. Achte bei der Auswahl insbesondere auf Datierung, Truppengattung beziehungsweise Vorbild und das verwendete Material.
Stahlhelme des 20. Jahrhunderts
Im 20. Jahrhundert entwickelten sich militärische Helme erneut grundlegend weiter. Statt aufwendig gegliederter Rüstungshelme dominierten nun industriell gefertigte Stahlhelme mit einer auf militärische Anforderungen zugeschnittenen Helmschale und Innenausstattung.
Zu unserem Sortiment gehören Reproduktionen deutscher Stahlhelmtypen des Zweiten Weltkriegs, darunter der M42 sowie ein Fallschirmjägerhelm nach dem M38-Vorbild.
Diese Produkte sind historische Repliken für Sammlung, Darstellung, Ausstellung, Theater oder Film. Sie sollten nicht mit modernen geprüften Schutzhelmen verwechselt werden.
Stahlhelm M42
Der deutsche M42 gehört zu den späteren Stahlhelm-Ausführungen des Zweiten Weltkriegs. Unsere Reproduktion besteht aus Stahl und besitzt ein Lederinlay sowie einen verstellbaren Kinnriemen.
Für Sammler und historische Darstellungen sind neben der äußeren Form besonders Größe, Oberfläche und konkrete Ausführung des Innenhelms wichtige Auswahlmerkmale.
Fallschirmjägerhelm M38
Der Fallschirmjägerhelm M38 besitzt eine deutlich andere Form als die bekannten Heeresstahlhelme. Unsere Reproduktion orientiert sich an diesem speziellen Helmtyp und ist mit Leder-Innenausstattung und Kinnriemen versehen.
Auch bei solchen Repliken gilt: Tragbarkeit bedeutet nicht, dass der Helm als moderner Schutzhelm oder für einen tatsächlichen militärischen Einsatz geeignet ist.
Historische Replik, Dekorationshelm oder tragbarer Helm?
Neuzeitliche Helmrepliken können sehr unterschiedliche Zwecke erfüllen. Manche Modelle sind in erster Linie als Sammlungs- oder Dekorationsstücke gedacht, andere lassen sich für historische Darstellung, Reenactment, Theater oder LARP tragen.
Eine historische Optik bedeutet jedoch nicht automatisch, dass ein Helm in allen Details einem bestimmten erhaltenen Original entspricht. Einige Modelle orientieren sich eng an konkreten Vorbildern, andere greifen typische Merkmale eines Helmtyps auf.
Auch eine Schaukampfeignung darf nicht aus Materialstärke oder Gewicht abgeleitet werden. Verwende dafür ausschließlich Modelle, die beim jeweiligen Artikel ausdrücklich entsprechend ausgewiesen sind.
Welcher neuzeitliche Helm passt zu Deiner Darstellung?
Für die Auswahl sind insbesondere folgende Eigenschaften wichtig:
- Datierung: 16., 17., 19. oder 20. Jahrhundert
- Helmtyp: Morion, Burgonet/Sturmhaube, Visierhelm, Zischägge, Pickelhaube oder Stahlhelm
- historischer Zusammenhang: beispielsweise Landsknechte, frühneuzeitliche Reiterei, Preußen oder militärische Darstellung des 20. Jahrhunderts
- Material: Stahl, Messing, Leder oder Materialkombinationen
- Größe: Kopfumfang und Innenmaße
- Innenausstattung: beispielsweise Lederinlay, Polsterung und Kinnriemen
- Gewicht: besonders bei längerem Tragen relevant
- Verwendung: Sammlung, Reenactment, LARP, Theater, Film oder – nur bei ausgewiesenen Modellen – Schaukampf
Größe und Passform
Auch bei neuzeitlichen Metallhelmen reicht der maximale Kopfumfang allein nicht immer aus, um die Passform sicher einzuschätzen. Eine Helmglocke kann trotz ausreichendem Umfang für eine bestimmte Kopfform zu schmal oder zu kurz sein.
Vergleiche deshalb – sofern angegeben – zusätzlich die Innenmaße von Stirn zu Hinterkopf und von Ohr zu Ohr.
Ein Lederinlay kann den Sitz beeinflussen und teilweise verstellt werden, verändert jedoch nicht die grundsätzliche Form und Größe der Helmschale.
Weitere Hinweise findest Du in unserer Maßtabelle für Helme.
Material und Oberfläche
In dieser Warengruppe kommen unterschiedliche Materialien und Oberflächen vor. Viele Morione, Burgonets und Stahlhelm-Repliken bestehen aus Stahl. Einzelne Pickelhauben beziehungsweise Kürassierhelme können dagegen aus Messing, Stahl oder Leder mit Metallbeschlägen gefertigt sein.
Auch die Oberfläche kann stark variieren: poliert, matt, geschwärzt, graviert oder künstlich gealtert. Ein Antik- oder Used-Look ist dabei eine moderne Oberflächengestaltung und sollte nicht automatisch als Hinweis auf eine historische Originaloberfläche verstanden werden.
Schaukampfeignung
Nicht jeder Helm aus Stahl ist schaukampftauglich. Materialstärke allein reicht zur Beurteilung nicht aus. Konstruktion, Verbindungen, Kanten, Visier, Innenausstattung und weitere Bauteile spielen ebenfalls eine Rolle.
Verwende für Schaukampf ausschließlich Modelle, die beim jeweiligen Artikel ausdrücklich dafür ausgewiesen sind. Entsprechende Helme findest Du zusätzlich bei unseren Schaukampfhelmen.
Helmzubehör und Helmständer
Für Aufbewahrung und Präsentation findest Du bei unserem Helmzubehör verschiedene Helmständer sowie weitere Ergänzungen für historische Helme.
Gerade bei schweren Morionen, Burgonets oder Stahlhelmen sollte ein Ständer stabil stehen und ausreichend dimensioniert sein. Bei Helmen mit Helmbusch oder ausladenden Bauteilen muss außerdem genügend Höhe und Platz berücksichtigt werden.
Pflege neuzeitlicher Helmrepliken
Helme aus nicht rostfreiem Stahl sollten trocken gelagert und nach dem Tragen von Feuchtigkeit und Handschweiß befreit werden. Unbeschichtete Stahlflächen können bei Bedarf dünn mit einem geeigneten Pflegeöl geschützt werden.
Messing kann mit der Zeit eine natürliche Patina entwickeln. Lederbestandteile wie Inlays und Kinnriemen sollten trocken gehalten und nicht mit aggressiven Metallpflegemitteln behandelt werden.
Bei lackierten, geschwärzten, gravierten oder künstlich gealterten Oberflächen solltest Du die jeweilige Oberflächenbehandlung berücksichtigen und keine aggressive Politur verwenden.
Häufige Fragen zu neuzeitlichen Helmen
Welche Helme gehören zur Neuzeit?
In unserem Sortiment gehören dazu unter anderem Morione, Landsknechthelme, Burgonets beziehungsweise historische Sturmhauben, Visierhelme, Zischäggen, Pickelhauben und militärische Stahlhelm-Repliken des 20. Jahrhunderts.
Was ist ein Morion?
Der Morion ist eine besonders im 16. Jahrhundert verbreitete europäische Helmform mit markanter Helmglocke und umlaufender Krempe. Unterschiedliche regionale Varianten wurden unter anderem von Fußtruppen, Wachen und Leibgarden verwendet.
Was ist ein Burgonet?
Das Burgonet ist ein Helmtyp der Renaissance und frühen Neuzeit. Im Deutschen wird dafür auch die historische Bezeichnung Sturmhaube verwendet. Je nach Ausführung besitzt der Helm Wangenklappen, Nackenschutz oder zusätzlichen Gesichtsschutz.
Ist eine historische Sturmhaube dasselbe wie eine heutige Sturmhaube?
Nein. In diesem Zusammenhang bezeichnet Sturmhaube einen historischen Metallhelm beziehungsweise eine Burgonet-Form. Die heute ebenfalls so bezeichnete textile Kopf- und Gesichtsbekleidung ist damit nicht gemeint.
Was ist eine Zischägge?
Die Zischägge ist eine frühneuzeitliche Helmform mit mittel- und osteuropäischen sowie osmanischen Einflüssen. Typische Ausführungen besitzen Wangenklappen, Nackenschutz und häufig ein Nasal.
Gehört die Pickelhaube zur Neuzeit?
Ja. Die Pickelhaube gehört in die militärische Helmgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts und unterscheidet sich konstruktiv deutlich von den Rüstungshelmen der Renaissance.
Sind die Stahlhelm-Repliken echte militärische Schutzhelme?
Nein. Die angebotenen Modelle sind historische Reproduktionen für Sammlung, Darstellung, Theater, Film oder vergleichbare Zwecke und nicht als moderne geprüfte Schutzhelme vorgesehen.
Ist jeder Morion oder Burgonet schaukampftauglich?
Nein. Verwende für Schaukampf ausschließlich Modelle, die beim jeweiligen Artikel ausdrücklich dafür ausgewiesen sind.
Welche Größe benötige ich?
Vergleiche Deinen Kopfumfang und – sofern angegeben – zusätzlich die Innenmaße des Helms mit Deiner Kopfform. Ein verstellbares Inlay kann kleinere Unterschiede ausgleichen, verändert aber nicht die Größe der Helmschale.
Wo finde ich Helmständer?
Helmständer und weiteres Zubehör für historische Helmrepliken findest Du gesammelt bei unserem Helmzubehör.