Mittelalterliche Plattenrüstungen, Harnische & Rüstungsteile
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Ritterrüstung Renaissance mit Prägungen
Ritterrüstung Herzog von Cadiz
Ritterrüstung Gabriel
Mittelalterlicher Brustpanzer „Concze“ aus 1,2 mm Stahl mit Rückentrageriemen
Muskelbrust- und Rückenpanzer Mákis – Griechischer Muskelpanzer aus 1,2 mm Rüstungsstahl
Harnisch mit Beintaschen – Brust- und Rückenpanzer aus Stahl, 16. Jahrhundert
Mailänder Harnisch 15.Jhdt.
mittelalterlicher Brustpanzer m. Gravuren
Italienischer Plattenharnisch ca. 1450
Gotischer Plattenharnisch aus Stahl, 15. Jahrhundert – Brust- & Rückenpanzer, 1,2 mm
Mittelalterlicher Brustpanzer aus Edelstahl 49 cm – dekorativer Brustharnisch von Marto
Schulterplatten Andris
Armzeug m. Ellbogenkacheln (Paar)
Komplettes Armzeug aus Stahl – Spätmittelalterliche Rüstung für beide Arme, tragbar & beweglich
Schulterplatten "Giant Warrior" aus Stahl – Paar XL
Gotische Armschützer, Paar – 1,2 mm Stahl, spätmittelalterliche Plattenrüstung für Arme
Armschienen Andirke (1 Paar)
Armschienen Adalbert (1 Paar)
Plattenhandschuhe Caspar
Gotische Panzerhandschuhe "Henke" aus 1,3 mm Rüstungsstahl – gepolstert & beweglich
Mittelalterliche Stundenglashandschuhe Churburg
Stundenglashandschuhe ca. 1390 handgefertigt
Panzerhandschuhe aus Stahl – Schaukampftaugliche Hentzen, vernietet & vernäht
Beinschienen Adalbert (Paar)
römische Beinschienen (Paar)
Kniebuckel Agilwardus
Beinzeug mit Kniebuckel – Spätmittelalterlicher Plattenbeinschutz aus Stahl, Paar
Spätmittelalterliches Beinzeug (Paar)
Beinschienen aus Stahl (Paar)
Mittelalter Beinschienen (Paar)
Beintaschen „Merc“ aus Stahl – Hüft- und Leistenschutz für LARP & Reenactment
Mittelalterliche Sabatons aus Stahl – Ritterliche Panzerschuhe, 14. Jahrhundert, 1,5 mm Stahl – Paar
Halsberge Clément schaukampftauglich
Schwebescheiben aus Stahl (Paar)
Gotische Halsberge aus 1,2 mm Stahl – Spätmittelalterlicher Kragenpanzer mit Klappplatte
Messingschuppen für Lamellenrüstung, 25 x 35 mm, mit Mittelrippe – 25 Stück
Holzständer für Rüstungen und Helm
Universeller Rüstungsständer aus Metall mit stabilem Holzpodest – 198 cm hoch
Mittelalterliche Plattenrüstungen und Rüstungsteile
Plattenrüstungen gehören zu den eindrucksvollsten Formen mittelalterlicher Schutzkleidung. Sie bestanden nicht aus einer einzigen starren Metallhülle, sondern aus mehreren geformten und aufeinander abgestimmten Stahlplatten. Bewegliche Verbindungen, überlappende Segmente, Nieten, Lederriemen und Schnallen ermöglichten es, besonders gefährdete Körperbereiche abzudecken und dennoch eine gewisse Beweglichkeit zu erhalten.
In dieser Warengruppe findest du vollständige oder weitgehend vollständige Harnische sowie einzelne Rüstungsteile für Oberkörper, Hals, Schultern, Arme, Hände und Beine. Das Sortiment reicht von dekorativen Ritterrüstungen und tragbaren Brustpanzern bis zu aufwendig gegliedertem Armzeug, Beinzeug und Panzerhandschuhen für unterschiedliche Darstellungen und Einsatzbereiche.
Die einzelnen Produkte unterscheiden sich erheblich hinsichtlich historischer Einordnung, Materialstärke, Passform und Belastbarkeit. Einige Ausführungen orientieren sich an Vorbildern des Spätmittelalters oder der Renaissance, andere sind bewusst einfacher oder für LARP, Bühne, Film, Kostümierung und Sammlung gestaltet. Maßgeblich ist immer die Beschreibung des jeweiligen Artikels.
Entwicklung der mittelalterlichen Plattenrüstung
Während des Hochmittelalters wurden Kettenrüstung und gepolsterte Unterkleidung zunehmend durch einzelne feste Schutzplatten ergänzt. Zunächst schützten solche Verstärkungen vor allem besonders gefährdete Bereiche wie Knie, Ellenbogen, Schienbeine und Unterarme.
Im Verlauf des 14. Jahrhunderts kamen immer umfangreichere Plattenteile für Arme, Beine und Oberkörper hinzu. Bis zum frühen 15. Jahrhundert entwickelten sich daraus vollständige Harnische aus miteinander verbundenen Stahlplatten. Kettengeflecht und textile Polsterung verschwanden dabei jedoch nicht vollständig, sondern wurden weiterhin unter der Plattenrüstung und zum Schutz beweglicher Zwischenräume verwendet.
Form und Gestaltung veränderten sich im Laufe der Zeit. Italienische Harnische des 15. Jahrhunderts wirkten häufig rund und vergleichsweise glatt, während spätmittelalterliche gotische Rüstungen aus dem deutschsprachigen Raum oft stärker zugespitzte Formen, Rillen und dekorativ ausgearbeitete Kanten aufwiesen.
Vollständige Harnische und Ritterrüstungen
Als Harnisch wird eine zusammengehörige Rüstung beziehungsweise die Kombination mehrerer aufeinander abgestimmter Rüstungsteile bezeichnet. Ein vollständiger Plattenharnisch kann abhängig von Zeitstellung und Ausführung unter anderem Brust- und Rückenpanzer, Schulterplatten, Armzeug, Panzerhandschuhe, Beinzeug und Plattenschuhe umfassen.
Die angebotenen vollständigen Rüstungen unterscheiden sich deutlich. Einige Modelle sind tragbare Harnische, während andere hauptsächlich als dekorative Ritterrüstung auf einem mitgelieferten oder separat erhältlichen Ständer präsentiert werden.
Eine vollständige Rüstung sollte nicht allein anhand ihrer Gesamthöhe ausgewählt werden. Entscheidend sind die Maße des Trägers, die Verstellbereiche der einzelnen Komponenten und die Frage, ob die Rüstung tatsächlich getragen oder ausschließlich ausgestellt werden soll.
Brust- und Rückenpanzer
Der Brustpanzer schützt den vorderen Oberkörper. Bei einem Kürass beziehungsweise Brust- und Rückenpanzer wird er durch eine passende Rückenplatte ergänzt. Beide Teile werden je nach Ausführung über Schulter- und Seitenriemen, Schnallen oder andere bewegliche Verbindungen miteinander verbunden.
Einige Harnische besitzen zusätzlich bewegliche Bauchreifen. Diese überlappenden Platten können den unteren Rumpf schützen und gleichzeitig ermöglichen, dass der Träger den Oberkörper in begrenztem Umfang beugt und dreht.
Beintaschen beziehungsweise Tassetten hängen unterhalb des Bauch- oder Hüftbereichs und bedecken die oberen Oberschenkel. Sie können aus einzelnen größeren Platten oder aus mehreren gegliederten Segmenten bestehen.
Bei der Auswahl eines Brust- oder Rückenpanzers solltest du insbesondere Brustumfang, Taillenumfang, Länge, Armausschnitte, Materialstärke und Verstellbereich berücksichtigen. Alle Maße müssen über der vorgesehenen Unterkleidung genommen werden.
Schulterpanzer und Schwebescheiben
Schulterplatten schützen den Schulterbereich und teilweise den oberen Arm. Je nach Konstruktion bestehen sie aus einer einzelnen geformten Platte oder mehreren beweglich miteinander verbundenen Segmenten.
Schwebescheiben sind kleinere runde oder geformte Platten, die häufig im Bereich der Achseln oder vor anderen Lücken einer Rüstung angebracht werden. Sie ergänzen den Schutz dort, wo große starre Platten die Beweglichkeit einschränken würden.
Schulterteile und Schwebescheiben benötigen geeignete Befestigungspunkte. Sie werden je nach Modell an einem Rüstwams, Brustpanzer, Kragen oder weiteren Teilen des Harnischs befestigt. Eine universelle Kompatibilität mit beliebigen Rüstungen kann nicht vorausgesetzt werden.
Armzeug, Armschienen und Ellbogenkacheln
Vollständiges Armzeug schützt Oberarm, Ellenbogen und Unterarm. Bewegliche Segmente und überlappende Platten erlauben das Beugen und Drehen des Arms, sofern Größe und Befestigung zum Träger passen.
Der Unterarmschutz wird häufig als Armschiene oder Unterarmröhre bezeichnet. Einfachere Ausführungen bestehen aus einer einzelnen gebogenen Stahlplatte und werden mit Lederriemen geschlossen. Geschlossene oder stärker gegliederte Modelle können einen größeren Teil des Unterarms umschließen.
Die Ellbogenkachel schützt das Gelenk. Einige Modelle besitzen zusätzlich seitlich ausladende Platten, die auch Bereiche neben dem Ellenbogen abdecken.
Armzeug kann über Riemen getragen oder an einem geeigneten Rüstwams angenestelt werden. Vor der Bestellung müssen Armumfang, Unterarmlänge, Oberarmlänge und Position des Ellenbogens mit den Produktmaßen verglichen werden.
Panzerhandschuhe und Hentzen
Panzerhandschuhe schützen Hände, Finger und Handgelenke. Je nach Zeitstellung und Bauform bestehen sie aus einer breiten Stulpe, mehreren Platten über dem Handrücken und entweder einzeln gegliederten Fingern oder einer gemeinsamen Abdeckung in Fäustlingsform.
Stundenglashandschuhe besitzen eine charakteristisch ausgestellte Manschette. Gotisch beeinflusste Panzerhandschuhe können stärker zugespitzte und gegliederte Formen aufweisen. Neben historisch orientierten Ausführungen gibt es einfachere Modelle für LARP, Kostümierung oder Darstellung.
Unter den Metallplatten befindet sich gewöhnlich ein Leder- oder Textilhandschuh. Dieser Innenhandschuh beeinflusst Größe, Beweglichkeit und Tragekomfort. Bei der Auswahl solltest du daher Handumfang, Handlänge, Fingerlänge und die Größentabelle des jeweiligen Herstellers berücksichtigen.
Eine massive äußere Konstruktion bedeutet nicht automatisch, dass der Panzerhandschuh für jede Art des Schaukampfs geeignet ist. Entscheidend sind Materialstärke, Befestigung der Platten, Innenhandschuh, Gelenkigkeit und die ausdrückliche Verwendungsempfehlung des Artikels.
Beinzeug, Beinschienen und Kniebuckel
Ein vollständiges Beinzeug kann aus Oberschenkelschutz, Kniekachel und Unterschenkelschiene bestehen. Die einzelnen Bereiche werden durch bewegliche Platten oder Lederriemen miteinander verbunden.
Der Oberschenkelschutz wird auch als Diechling oder Cuisse bezeichnet. Die Kniekachel beziehungsweise der Kniebuckel schützt das Kniegelenk. Beinschienen oder Greaves bedecken den Unterschenkel und können offen, rückseitig geschlossen oder aus mehreren Teilen aufgebaut sein.
Einfachere Beinschienen bestehen aus einer gebogenen Platte, die mit Lederriemen an der Wade befestigt wird. Aufwendigeres spätmittelalterliches Beinzeug besitzt zusätzliche Gelenkplatten und seitliche Verstärkungen.
Vor der Bestellung sollten Beinlänge, Knieposition, Oberschenkel-, Knie-, Waden- und Knöchelumfang geprüft werden. Ein zu langes Beinzeug kann beim Gehen oder Knien behindern, während zu kurze oder zu enge Teile verrutschen beziehungsweise die Beweglichkeit einschränken können.
Halsbergen und Schutz des Halsbereichs
Eine Halsberge beziehungsweise ein Plattenkragen schützt Halsansatz und oberen Schulterbereich. Einige Ausführungen besitzen eine zusätzliche bewegliche Platte für Kinn oder unteren Gesichtsbereich.
Der Kragen muss mit Helm, Brustpanzer und Schulterteilen zusammenpassen. Zu hohe oder zu breite Platten können die Bewegung des Kopfes einschränken oder mit dem unteren Helmrand kollidieren.
Für die Auswahl sind Halsumfang, Schulterbreite, Höhe des Kragens und die vorgesehene Kombination mit anderen Rüstungsteilen entscheidend.
Plattenschuhe und Sabatons
Sabatons sind gegliederte Plattenschuhe beziehungsweise Plattenabdeckungen für den Fuß. Sie bestehen gewöhnlich aus mehreren überlappenden Metallsegmenten und werden über geeignetem Schuhwerk getragen.
Die einzelnen Platten müssen so beweglich verbunden sein, dass der Fuß beim Gehen abrollen kann. Gleichzeitig dürfen sie nicht so locker sitzen, dass sie sich verdrehen oder am Boden hängen bleiben.
Plattenschuhe ersetzen keine stabilen Schuhe. Sie benötigen eine passende Unterlage und müssen sicher am Schuh oder Beinzeug befestigt werden.
Materialstärke und Verwendungszweck
Die Materialstärke allein entscheidet nicht darüber, ob ein Rüstungsteil für einen bestimmten Einsatz geeignet ist. Ebenso wichtig sind Stahlart, Formgebung, Bördelung, Verarbeitung, Nieten, Gelenke, Riemen und die Abdeckung empfindlicher Bereiche.
Dünnere Platten können sich für Dekoration, Kostümierung und LARP eignen. Stärkere Ausführungen können robuster sein, sind jedoch auch schwerer. Auch bei einem als schaukampftauglich bezeichneten Rüstungsteil müssen die Regeln des jeweiligen Veranstalters und der konkrete Einsatz berücksichtigt werden.
Die angebotenen Rüstungen sind keine nach modernen Normen geprüfte persönliche Schutzausrüstung. Verlasse dich daher nicht allein auf Begriffe wie Stahl, Harnisch oder Rüstung, sondern beachte immer die ausdrückliche Produktbeschreibung.
Beweglichkeit einer Plattenrüstung
Eine passend konstruierte Plattenrüstung ist nicht vollkommen starr. Überlappende Segmente, bewegliche Nieten, Scharniere und Lederriemen ermöglichen Bewegungen an Schultern, Ellenbogen, Hüfte, Knien und Knöcheln.
Die tatsächliche Beweglichkeit hängt jedoch stark von Passform und Zusammenstellung ab. Zu große Teile können verrutschen oder aneinanderstoßen. Zu kleine Rüstungsteile können Bewegungen, Atmung und Durchblutung beeinträchtigen.
Auch einzelne Komponenten verschiedener Hersteller lassen sich nicht automatisch zu einem funktionierenden vollständigen Harnisch zusammensetzen. Form, Befestigungspunkte und Größenverhältnisse können voneinander abweichen.
Was wird unter einer Plattenrüstung getragen?
Plattenrüstungen werden gewöhnlich nicht unmittelbar auf der Haut getragen. Je nach Rüstungsart und Darstellung kommen ein Gambeson, ein Rüstwams oder andere feste beziehungsweise gepolsterte Kleidungsstücke als Unterlage infrage.
Die Unterkleidung verbessert den Sitz, verhindert unmittelbaren Metallkontakt und bietet Befestigungspunkte zum Annesteln einzelner Rüstungsteile. Kettengeflecht kann zusätzlich bewegliche Bereiche zwischen den Platten bedecken.
Miss den Körper immer über der Kleidung, die später tatsächlich unter der Rüstung getragen werden soll. Bereits ein dicker Gambeson kann Brust-, Arm- und Beinumfang deutlich verändern.
Die richtige Größe auswählen
Bei Plattenrüstung reichen gewöhnliche Konfektionsgrößen häufig nicht aus. Für einen Brustpanzer sind andere Körpermaße entscheidend als für Armzeug, Panzerhandschuhe oder Beinschienen.
Prüfe abhängig vom jeweiligen Artikel insbesondere:
- Brust-, Taillen- und gegebenenfalls Hüftumfang,
- Schulterbreite und Oberkörperlänge,
- Halsumfang,
- Oberarm- und Unterarmumfang,
- Arm- und Unterarmlänge,
- Handumfang und Handlänge,
- Oberschenkel-, Knie-, Waden- und Knöchelumfang,
- Position von Ellenbogen und Knie,
- Maße der vorgesehenen Unterkleidung,
- Verstellbereich von Riemen und Schnallen.
Die angegebenen Maximalmaße sollten nicht vollständig ausgereizt werden. Eine gewisse Bewegungszugabe ist erforderlich, damit Riemen, Gelenke und überlappende Platten richtig arbeiten können.
Plattenrüstungen für Reenactment, LARP und Sammlung
Für eine historisch orientierte Darstellung müssen Epoche, Region, Bauform und Kombination der einzelnen Teile berücksichtigt werden. Ein gotischer Harnisch des späten 15. Jahrhunderts lässt sich beispielsweise nicht ohne Weiteres mit frühmittelalterlichen oder antiken Rüstungsteilen kombinieren.
Beim LARP stehen häufig Beweglichkeit, Gewicht und eine stimmige Gesamtwirkung im Vordergrund. Für Bühne, Film oder Ausstellung kann dagegen die optische Wirkung wichtiger sein als eine hohe mechanische Belastbarkeit.
Dekorative Ritterrüstungen auf Ständern eignen sich vor allem für Sammlungen, Ausstellungen, Gastronomie, Bühnenbilder oder historische Raumgestaltung. Ob eine solche Rüstung vollständig tragbar ist, ergibt sich ausschließlich aus der jeweiligen Produktbeschreibung.
Pflege von Plattenrüstungen
Unbehandelter und polierter Stahl ist nicht rostfrei. Feuchtigkeit, Handschweiß und eine dauerhaft feuchte Lagerung können deshalb Korrosion verursachen.
Metallteile sollten nach dem Tragen oder Anfassen trocken gereinigt und bei Bedarf sparsam mit einem geeigneten Pflegeöl behandelt werden. Überschüssiges Öl sollte entfernt werden, damit es nicht auf Kleidung, Leder oder Ausstellungsflächen gelangt.
Lederriemen und Schnallen benötigen ebenfalls regelmäßige Kontrolle. Brüchige, eingerissene oder stark gedehnte Riemen sollten ersetzt werden, bevor das Rüstungsteil wieder getragen wird.
Bewegliche Nieten, Scharniere und Plattengeschübe müssen frei beweglich bleiben. Stark verformte, gerissene oder gelockerte Teile sollten vor der weiteren Verwendung fachgerecht repariert werden.
Plattenrüstung richtig lagern und präsentieren
Einzelne Rüstungsteile sollten trocken, sauber und ohne dauerhaften Druck gelagert werden. Sie dürfen nicht so übereinandergestapelt werden, dass dünne Platten, Bördelungen oder Gelenke verformt werden.
Für die aufgestellte Präsentation eines vollständigen Harnischs ist ein stabiler Rüstungsständer erforderlich. Das Gewicht muss vom tragenden Gestell aufgenommen werden und darf nicht ausschließlich an Lederriemen, Schulterplatten oder anderen empfindlichen Verbindungspunkten hängen.
Eine dekorative Rüstung sollte gegen Umkippen gesichert und nicht in Laufwegen oder frei zugänglichen Bereichen mit scharfen Kanten aufgestellt werden.
Häufige Fragen zu Plattenrüstungen
Sind alle angebotenen Plattenrüstungen tragbar?
Nein. Die Warengruppe enthält tragbare Harnische und einzelne Rüstungsteile, aber auch dekorative Ritterrüstungen für Ausstellung und Sammlung. Maßgeblich ist immer die jeweilige Produktbeschreibung.
Sind alle Plattenrüstungen schaukampftauglich?
Nein. Materialstärke, Konstruktion und Verwendungszweck unterscheiden sich deutlich. Nur ausdrücklich entsprechend gekennzeichnete Artikel kommen für Schaukampf infrage. Zusätzlich gelten die Regeln des Veranstalters.
Kann ich Rüstungsteile verschiedener Hersteller kombinieren?
Grundsätzlich ist dies teilweise möglich, eine passende Verbindung ist jedoch nicht garantiert. Maße, Wölbung, Befestigungspunkte, Lederriemen und Gelenke können voneinander abweichen.
Welche Kleidung wird unter Plattenrüstung getragen?
Je nach Ausführung eignen sich Gambeson, Rüstwams oder andere feste und gepolsterte Kleidungsstücke. Die vorgesehene Unterkleidung muss bereits bei der Größenwahl berücksichtigt werden.
Wie bestimme ich die richtige Größe?
Vergleiche nicht nur die gewöhnliche Konfektionsgröße, sondern die konkreten Körpermaße mit den Angaben des Artikels. Miss immer über der später verwendeten Unterkleidung.
Ist eine stärkere Stahlplatte automatisch besser?
Nein. Materialstärke ist nur ein Kriterium. Form, Stahlart, Bördelung, Nieten, Gelenke, Gewicht, Passform und vorgesehener Einsatz sind ebenso wichtig.
Rostet eine polierte Plattenrüstung?
Ja. Polierter Stahl ist gewöhnlich nicht rostfrei. Er muss trocken gehalten und bei Bedarf mit einem geeigneten Pflegeöl geschützt werden.
Sind Helme Bestandteil dieser Warengruppe?
Ein Helm kann zum Lieferumfang einer vollständigen Ritterrüstung gehören. Einzelne Mittelalterhelme werden jedoch in einer eigenen Warengruppe geführt.