Römische Keramik, Terra Sigillata & Tafelgeschirr
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Römer-Paket Contubernium – 4-teiliges Geschirrset für römisches Lagerleben
Kugelbecher H10cm
Römischer Sternteller 20cm
Römischer Kragenkrug aus Ton
römische Reliefschale 0,3l
römische Reliefschüssel 0,35l
Römischer Tonpokal 0,20 l – handgefertigter Römerbecher aus Naturton
- Fassungsvermö…
Römischer Hund aus Ton – Replik einer Grabbeigabe (1./2. Jh. n. Chr.)
römische Reliefschale 0,15l
Römischer Teller 22cm glasiert
Römerbecher Dankstetten 0,4l
Historische Suppenschale aus Ton – 0,35 l, Ø 16 cm – Spülmaschinen- & Mikrowellengeeignet
Rustikale Tonschale – Handgefertigte Suppenschale 0,25 l – Spülmaschinenfest & Mikrowellengeeignet
Handgefertigte Tonschale 17 cm – Mittelalter Keramikschale aus deutscher Töpferei – Natur & Toledo
römischer Trinkbecher H9cm
Handgefertigte Tonschale 13 cm – Mittelalter Keramikschale aus deutscher Töpferei – Natur & Toledo
Römische Keramik und Terra Sigillata
Keramik gehörte im Römischen Reich zu den alltäglichen Gebrauchsgegenständen. Gefäße aus Ton wurden unter anderem zum Trinken, Servieren, Aufbewahren und für die Zubereitung von Speisen verwendet. Form, Tonqualität, Oberflächenbehandlung und Dekor unterschieden sich jedoch erheblich nach Zeit, Region und Verwendungszweck.
In dieser Warengruppe findest du deshalb nicht nur Terra Sigillata, sondern unterschiedliche römische Keramikrepliken. Dazu gehören Becher, Schalen, Schüsseln, Teller und Krüge ebenso wie einzelne keramische Objekte nach römischen Vorbildern. Diese breitere Einordnung ist wichtig, denn nicht jedes rotbraune oder römisch gestaltete Tongefäß gehört fachlich zur Terra Sigillata.
Was ist Terra Sigillata?
Terra Sigillata bezeichnet eine hochwertige römische Feinkeramik mit einer charakteristischen roten bis rot glänzenden Oberfläche. Im archäologischen Sprachgebrauch werden entsprechende Waren häufig als Red-Slip-Keramik beziehungsweise rot engobierte Feinkeramik bezeichnet.
Die Herstellung entwickelte sich bereits in der späten Republik und frühen Kaiserzeit. Bedeutende Produktionszentren lagen zunächst in Italien; später wurden große Mengen unter anderem in Süd-, Mittel- und Ostgallien sowie im heutigen Deutschland hergestellt. Terra Sigillata wurde über weite Teile des Römischen Reiches und darüber hinaus gehandelt.
Für die Archäologie ist sie besonders wichtig, weil Formen, Produktionsorte, Töpferstempel und Dekore häufig vergleichsweise gut untersucht sind. Funde können dadurch bei der zeitlichen und wirtschaftsgeschichtlichen Einordnung archäologischer Fundplätze helfen.
Terra Sigillata muss nicht reliefverziert sein
Ein häufiges Missverständnis ist, dass Terra Sigillata grundsätzlich mit Figuren, Ornamenten oder Stempeldekor versehen sein müsse. Das ist nicht der Fall. Neben aufwendig reliefverzierten Gefäßen existierte auch glatte Sigillata ohne figürlichen Reliefschmuck.
Der Name allein sollte deshalb nicht mit „Reliefkeramik“ gleichgesetzt werden. Entscheidend sind Keramikart, Herstellung und Oberflächenbehandlung. Auch in unserem Sortiment findest du sowohl glattere Gefäßformen als auch Produkte mit ausgeprägtem Reliefdekor.
Reliefschalen und Formschüsseln
Reliefverzierte römische Keramik konnte mithilfe von Formen hergestellt werden. Bei entsprechenden Gefäßen wurde der Ton in eine verzierte Form eingebracht, sodass sich das Dekor auf der Gefäßwand abzeichnete. Bildmotive konnten beispielsweise Tiere, Jagdszenen, Pflanzenornamente oder andere figürliche Darstellungen zeigen.
Auch moderne Repliken können auf diese Weise in Formschüsseln gearbeitet werden. Bei handwerklicher Herstellung sind kleinere Unterschiede bei Form, Maßen und Randverlauf möglich. Solche Abweichungen sollten nicht automatisch mit industriell gefertigter Keramik verglichen werden.
Provinzialrömische Keramik ist nicht automatisch Terra Sigillata
Ein Teil unseres Sortiments besteht aus römischer beziehungsweise provinzialrömischer Keramik, die sich ausdrücklich von Terra Sigillata unterscheidet. Dabei kann beispielsweise ein gröberer Ton verwendet werden und der charakteristische rote Glanztonüberzug fehlen.
Solche Gefäße gehören trotzdem sinnvoll in diese Warengruppe, weil sie römische Keramikformen beziehungsweise entsprechende moderne Rekonstruktionen darstellen. Sie sollten jedoch fachlich nicht nur deshalb als Terra Sigillata bezeichnet werden, weil sie aus Ton bestehen oder ein römisches Relief besitzen.
Auf den jeweiligen Produktseiten weisen wir deshalb darauf hin, wenn ein Gefäß im Unterschied zur Sigillata-Ware aus gröberem Ton und ohne Glanztonengobe gefertigt wird.
Römische Becher, Schalen, Teller und Krüge
Das römische Keramikspektrum umfasst zahlreiche Gefäßformen. Im Sortiment findest du unter anderem Trinkbecher, Kugelbecher, Reliefschalen und -schüsseln, Teller sowie Krüge. Bei einzelnen Produkten orientiert sich die moderne Replik an einem bestimmten Fund oder einer regionalen Gefäßform.
Für eine historische Darstellung ist ein konkreter Fundbezug besonders hilfreich. Ein Becher nach einem Vorbild aus Dankstetten lässt sich beispielsweise zeitlich und regional genauer einordnen als eine allgemein als „historische Tonschale“ bezeichnete Gefäßform.
Wenn dir historische Genauigkeit wichtig ist, solltest du deshalb neben der Optik auch auf Datierung, Fundort und Beschreibung des jeweiligen Vorbilds achten.
Römische Tonfiguren und andere Keramikobjekte
Römische Keramik beschränkte sich nicht auf Tafel- und Vorratsgeschirr. Auch Figuren und andere Gegenstände wurden aus Ton gefertigt. Deshalb können in dieser Warengruppe neben Gefäßen auch keramische Repliken wie eine römische Tierfigur nach archäologischem Vorbild vorkommen.
Solche Objekte sind keine Terra Sigillata im Sinne von Tafelgeschirr. Unter dem übergeordneten Begriff „Römische Keramik“ lassen sie sich jedoch fachlich sinnvoll gemeinsam mit römischen Tonwaren präsentieren.
Glanztonüberzug, Glasur und moderne Keramik
Bei historischen Begriffen sollte zwischen dem typischen Oberflächenüberzug der Terra Sigillata und einer modernen Glasur unterschieden werden. Terra Sigillata besitzt eine feine, rote Oberflächenbehandlung beziehungsweise einen Glanztonüberzug; sie ist nicht einfach mit moderner glasierter Gebrauchskeramik gleichzusetzen.
Moderne Repliken können dagegen zusätzlich mit heutigen Glasuren oder anderen Oberflächenbehandlungen versehen sein, etwa um sie pflegeleichter oder für bestimmte praktische Verwendungen geeigneter zu machen. Deshalb können sich historische Herstellungsweise und moderne Gebrauchseigenschaften unterscheiden.
Lebensmittelkontakt und praktische Nutzung
Ob ein römisches Keramikgefäß heute tatsächlich als Trink-, Ess- oder Kochgeschirr verwendet werden kann, richtet sich nach dem konkreten Produkt. Einige unserer keramischen Gefäße werden ausdrücklich als alltagstauglich, lebensmittelgeeignet sowie je nach Modell als spülmaschinen-, mikrowellen- oder backofengeeignet angeboten.
Diese Eigenschaften dürfen jedoch nicht pauschal auf jede historische Keramikreplik übertragen werden. Maßgeblich sind immer die Angaben auf der jeweiligen Produktseite. Ein archäologisches Vorbild als Trinkbecher oder Schale bedeutet nicht automatisch, dass jede moderne Replik dieselben heutigen Gebrauchseigenschaften besitzt.
Fassungsvermögen, Durchmesser und Größe auswählen
Für die praktische Auswahl sind bei Gefäßen vor allem Fassungsvermögen, Durchmesser und Höhe interessant. Ein kleiner Becher mit etwa 150 oder 250 ml erfüllt einen anderen Zweck als eine größere Schale oder ein Krug.
Da einige Produkte von Hand gefertigt werden, können Maße und Fassungsvermögen geringfügig voneinander abweichen. Bei handgeformten oder in Formen gefertigten Schalen können außerdem kleinere Unregelmäßigkeiten im Randverlauf entstehen.
Wenn mehrere Gefäße als zusammengehöriges Tischgeschirr verwendet werden sollen, lohnt es sich deshalb, nicht nur das Design, sondern auch Größenverhältnisse und Fassungsvermögen miteinander zu vergleichen.
Pflege römischer Keramikrepliken
Die richtige Pflege hängt von Ton, Brand und Oberflächenbehandlung ab. Einige Gefäße können in der Spülmaschine gereinigt werden, andere sollten vorsichtiger behandelt werden. Auch Mikrowellen- oder Backofeneignung gilt nur, wenn dies beim jeweiligen Produkt ausdrücklich angegeben ist.
Handgefertigte Keramik sollte vor starken Temperaturschocks geschützt werden. Besonders bei poröser beziehungsweise unglasierter Keramik empfiehlt es sich, das Gefäß nach der Reinigung vollständig trocknen zu lassen.
Römische Keramik im Lager und bei der historischen Darstellung
Römische Keramik eignet sich je nach Produkt für Reenactment, Living History, Sammlung, Ausstellung oder eine historisch orientierte Tafel. Ergänzende Gegenstände für Marsch, Lager und Alltag findest du bei unserer römischen Alltags- & Lagerausrüstung.
Weitere epochenübergreifende Gefäße und Keramikprodukte findest du unter historischen Tonwaren beziehungsweise im Bereich Lagerleben. Einen Überblick über alle römischen Produktgruppen bietet die Hauptwarengruppe Römer & Griechen.
Häufige Fragen zu römischer Keramik & Terra Sigillata
Was ist Terra Sigillata?
Terra Sigillata ist eine römische Feinkeramik mit charakteristischer roter bis rot glänzender Oberfläche. Sie wurde in verschiedenen Regionen des Römischen Reiches in großen Mengen hergestellt und gehandelt.
Ist jede römische Keramik Terra Sigillata?
Nein. Terra Sigillata bezeichnet nur eine bestimmte Gruppe römischer Feinkeramik. Daneben gab es zahlreiche andere Tonwaren und Gebrauchskeramiken mit anderen Tonqualitäten und Oberflächen.
Ist jede Terra Sigillata reliefverziert?
Nein. Neben reliefverzierter Sigillata gab es auch glatte und unverzierte Gefäßformen. Reliefschmuck ist daher kein notwendiges Merkmal von Terra Sigillata.
Ist der rote Glanz eine Glasur?
Historische Terra Sigillata wird fachlich als rot überzogene beziehungsweise red-slip Feinkeramik beschrieben. Der charakteristische Glanztonüberzug sollte nicht einfach mit einer modernen Keramikglasur gleichgesetzt werden.
Kann ich jede römische Keramikreplik zum Essen oder Trinken verwenden?
Nein. Die Gebrauchseignung hängt vom konkreten Produkt ab. Achte auf die Angaben zu Lebensmittelkontakt und gegebenenfalls Spülmaschinen-, Mikrowellen- oder Backofeneignung.
Warum unterscheiden sich handgefertigte Schalen leicht in ihrer Form?
Beim Trocknen, Entformen und Brennen handgefertigter Keramik können kleinere Form- und Maßabweichungen entstehen. Besonders bei frei beziehungsweise in Formen gearbeiteten Gefäßen ist deshalb nicht jedes Exemplar exakt identisch.
Welche Größe sollte ich bei einem römischen Becher wählen?
Vergleiche vor allem das angegebene Fassungsvermögen. Kleine Becher und Schalen beginnen im Sortiment bereits bei etwa 150 bis 250 ml, während andere Gefäße deutlich größer ausfallen.
Wie pflege ich römische Tonwaren?
Beachte die Pflegeangaben des jeweiligen Artikels. Spülmaschinen-, Mikrowellen- oder Backofeneignung gilt nur, wenn sie ausdrücklich angegeben ist. Poröse oder unglasierte Keramik sollte nach der Reinigung vollständig trocknen.