Zweihändiges Falchion Berwold
Zweihändiges Falchion „Berwold“ – Schaukampftaugliche Hiebkraft aus dem Spätmittelalter
Das zweihändige Falchion „Berwold“ ist eine beeindruckende Replik einer mittelalterlichen Hiebwaffe, deren Design auf historische Vorlagen aus dem Hoch- bis Spätmittelalter basiert. Der Name „Falchion“, abgeleitet vom lateinischen faix (Sichel), verweist auf die charakteristisch gebogene, einschneidige Klinge, die für kraftvolle Hiebe im Nahkampf konzipiert war. In deutschsprachigen Quellen wird diese Waffe häufig als „Malchus“ bezeichnet.
Der hier präsentierte Typ ist besonders ungewöhnlich: ein zweihändig geführtes Falchion – eine seltene, aber historisch belegte Variante, die insbesondere in spätmittelalterlichen Söldnerheeren und bei bestimmten Landsknechtformationen Verwendung fand. Es vereint die rohe Schlagkraft eines Einhandsäbels mit der Hebelwirkung eines Langschwerts.
Die in Tschechien handgeschmiedete Klinge besteht aus gehärtetem, kohlenstoffhaltigem Federstahl (W.Nr. 1.7103 / DIN 54SiCr6), ist ölgehärtet und verfügt über eine Rockwellhärte von ca. 53 HRC. Sie ist durchgehend geschmiedet bis zum Knauf und dort stabil vernietet – ideal für den sicheren Einsatz im Schaukampf.
Die Schaukampfversion besitzt eine abgerundete Klingenspitze sowie eine 2–3 mm starke Schlagkante und erfüllt damit die Anforderungen für viele Reenactment-Veranstaltungen und Trainingsszenarien.
Das lange Parierstück aus Stahl und der massive, runde Scheibenknauf sorgen für ausgewogene Balance und authentisches Handling. Der Griff ist mit Leder umwickelt, darunter befindet sich ein Holzkern – perfekt für festen Halt auch bei schweißtreibendem Einsatz.
Technische Daten:
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Gesamtlänge: ca. 115 cm
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Klingenlänge: ca. 78 cm
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Breite der Parierstange: ca. 21 cm
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Material: Federstahl W.Nr. 1.7103 (DIN 54SiCr6)
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Härte: ca. 52–54 HRC
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Griff: Holz mit Lederwicklung
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Parierstange & Knauf: Stahl
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Klingenform: einschneidig, leicht gebogen
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Ausführung: Schaukampftauglich (2–3 mm Schlagkante, abgerundete Spitze)
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Hergestellt in: Tschechien
Historischer Hintergrund:
Falchions wurden zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert in ganz Europa verwendet – von einfachen Fußsoldaten bis hin zu wohlhabenden Adligen. Die einschneidige Klingenform, die oft an ein Macheten- oder Säbeldesign erinnert, ermöglichte effektive Hiebe gegen ungerüstete oder leicht gerüstete Gegner. Besonders bei spätmittelalterlichen Landsknechten fand das Falchion in seiner Zweihandform Anwendung – als kostengünstige, aber durchschlagskräftige Alternative zum Langschwert.
Diese Waffe war in ihrer Funktionalität dem klassischen Schwert überlegen, wenn es um kraftvolle Hiebe auf engem Raum ging. Sie eignete sich besonders für Schlachtreihen und Stadtgefechte, bei denen schnelle, kräftige Bewegungen entscheidend waren.
Wichtige Hinweise:
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Sicherheitshinweis: Benutzung auf eigene Gefahr! Trotz sorgfältiger Verarbeitung übernehmen wir keine Haftung für Verletzungen oder Schäden.
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Pflege: Die Klinge ist nicht rostfrei. Nach dem Gebrauch trocken wischen und mit Öl konservieren.
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Hinweis zu Reklamationen: Scharten sind im Schaukampf normal und kein Reklamationsgrund. Bearbeiten Sie sie vor der nächsten Benutzung.