Römische Gürtel, Cingula, Baltei & Gürtelbeschläge
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Römische Gürtelplatte „Tekija-Muster“, verzinntes Messing – Replik Flavierzeit (für ca. 5 cm Gürtel)rsgürtel
Römische Gürtelschnalle Tekija-Muster – verzinntes Messing, Replik 1. Jh. n. Chr.
Römischer Gürtel Cingulum Typ Mainz
Römischer Gürtel Cingulum Wölfin mit Romulus und Remus
Römischer Gürtel Cingulum Rheingönheim
Cingulum - Legionärsgürtel RGZM mit Pteryges
Römischer Legionärsgürtel „Cingulum militare“ mit Pteryges – Militärgürtel aus Leder mit Messingbeschlägen
Römische Torques mit Löwenkopf, verzinnt – Paar für Phalerae-Brustgeschirr
Römische Gürtelschnalle für Cingulum aus Messing
Pugio-Halter für Römergürtel Vindonissa aus Messing
Endklammer für Römergürtel Tekija verzinnt
römischer Gürtelbeschlag aus Messing quadratisch
römische Phalerae aus verzinntem Messing
Römischer Zenturio-Gürtel 1.Jhdt.
Römischer Balteus nach Tekija-Fund – Replik aus Leder mit silberfarbenen Beschlägen
Römische Gürtelschnalle für Cingulum mit Endbeschlag und Nieten
Römischer Gürtel Balteus Tekija
Cingulum Legionärsgürtel mit Pteryges
Balteus – Römischer Legionärsgürtel mit Pteryges und authentischen Beschlägen
Balteus Schwertgurt Kastell Zugmantel
Legionärsgürtel RGZM mit Pteryges
Spätrömischer Zenturiogürtel mit Zierbeschlägen
Römischer Gürtel Centurio Balteus
Römische Gürtel, Cingula, Baltei und Gürtelbeschläge
Gürtel gehörten zu den auffälligen Bestandteilen römischer Militärkleidung und konnten zugleich praktische Aufgaben übernehmen. Je nach Epoche und Ausführung dienten sie unter anderem zum Tragen eines Pugio, zur Befestigung weiterer Ausrüstung oder als sichtbarer Bestandteil der militärischen Erscheinung. Daneben wurden Schwertgurte verwendet, mit denen Gladius oder Spatha samt Scheide getragen werden konnten.
In dieser Warengruppe findest du sowohl vollständige römische Militärgürtel als auch Schwertgurte und einzelne Bauteile für vorhandene oder selbst zusammengestellte Ausrüstung. Dazu gehören Cingula, Baltei, Schnallen, Gürtelplatten, Pugio-Halter und Endbeschläge. Da sich die römische Militärausrüstung über mehrere Jahrhunderte veränderte, sollte die konkrete Ausführung immer zur dargestellten Zeit und zum jeweiligen historischen Vorbild passen.
Was ist ein Cingulum militare?
Als Cingulum beziehungsweise Cingulum militare wird heute ein römischer Militärgürtel bezeichnet. Solche Gürtel konnten aus Leder bestehen und mit Metallbeschlägen, Schnallen und weiteren Funktionselementen ausgestattet sein.
Bei vielen heute angebotenen Repliken befinden sich an der Vorderseite mehrere herabhängende, beschlagene Lederriemen. Diese werden im Reenactment und Handel häufig als Pteryges bezeichnet. Ihre konkrete Ausführung unterscheidet sich je nach Vorlage erheblich. Sie sollten nicht pauschal als Schutzpanzer interpretiert werden, sondern waren vor allem ein auffälliger Bestandteil des militärischen Gürtels.
Unsere Cingula reichen von vergleichsweise einfachen Interpretationen bis zu aufwendigeren Modellen, die sich an konkreten archäologischen Funden und Beschlägen orientieren. Für eine bestimmte historische Darstellung ist deshalb der jeweilige Fund- oder Zeitbezug wichtiger als die bloße Bezeichnung „Legionärsgürtel“.
Was ist ein Balteus?
Ein Balteus bezeichnet bei den hier angebotenen Produkten vor allem einen Schwert- beziehungsweise Schultergurt. Er wird über Schulter und Oberkörper geführt und dient dazu, eine Schwertscheide beziehungsweise deren Aufhängung zu tragen.
Damit unterscheidet sich ein Balteus konstruktiv von einem Cingulum, das um die Hüfte getragen wird. Beide können zur militärischen Ausrüstung gehören, erfüllen aber nicht automatisch dieselbe Funktion.
Bei einem römischen Schwertgurt ist insbesondere die Verbindung zur Scheide entscheidend. Anzahl, Position und Form vorhandener Ringe, Schlaufen oder Beschläge müssen mit dem Balteus zusammenpassen.
Cingulum oder Balteus – was benötige ich?
Die Entscheidung hängt davon ab, welche Ausrüstung du tragen möchtest. Soll beispielsweise ein Pugio an einem Hüftgürtel befestigt werden, ist ein entsprechend ausgestattetes Cingulum mit passenden Pugio-Haltern erforderlich. Soll dagegen eine Schwertscheide an einem Schultergurt getragen werden, kommt ein dafür konstruierter Balteus infrage.
Ein kompletter Legionärsgürtel ersetzt deshalb nicht automatisch einen Schwertgurt und umgekehrt. Auch die historische Trageweise veränderte sich im Laufe der römischen Militärgeschichte.
Pugio-Halter für römische Gürtel
Mehrere Produkte dieser Warengruppe dienen speziell der Befestigung eines Pugio. Solche Halter oder Aufhängebeschläge werden am Gürtel angebracht und nehmen entsprechende Befestigungselemente der Dolchscheide auf.
Ein Pugio-Halter ist nicht universell passend. Modelle nach Vorbildern aus Mainz, Vindonissa oder anderen Fundzusammenhängen können sich bei Form, Abmessungen und Befestigung deutlich unterscheiden. Prüfe deshalb sowohl die Breite des vorhandenen Gürtels als auch die Konstruktion der Pugio-Scheide.
Passende römische Dolche findest du bei unseren römischen Schwertern & Dolchen.
Römische Gürtelschnallen, Gürtelplatten und Endbeschläge
Neben vollständigen Gürteln umfasst das Sortiment einzelne Metallteile für Reparatur, Ergänzung oder eigenen Nachbau. Dazu gehören Gürtelschnallen, verzierte Platten, Endbeschläge und Beschlagteile für herabhängende Lederriemen.
Vor dem Kauf eines einzelnen Beschlags solltest du nicht nur das Motiv beachten. Entscheidend sind vor allem Gürtelbreite, Abmessungen des Beschlags, Montagelöcher, Nietabstände und die benötigte Befestigungsart.
Ein Beschlag für einen etwa 5 cm breiten Gürtel ist beispielsweise nicht automatisch sinnvoll für einen deutlich schmaleren Riemen. Auch bei einem historischen Nachbau sollte geprüft werden, ob Schnalle, Gürtelplatten und weitere Beschläge zeitlich und typologisch zusammenpassen.
Mainz, Tekija, Rheingönheim und andere Fundbezüge
Mehrere römische Gürtel und Beschläge in unserem Sortiment tragen Namen historischer Fundorte oder Fundkomplexe. Dazu gehören beispielsweise Mainz, Tekija und Rheingönheim. Solche Bezeichnungen weisen darauf hin, dass sich Form oder Dekor des modernen Produktes an entsprechenden archäologischen Vorbildern orientiert.
Die Nennung eines Fundortes bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jedes konstruktive Detail einer modernen Replik exakt dem Original entspricht. Material, Lederstärke, moderne Verbindungsmittel oder Größenanpassungen können aus praktischen Gründen abweichen.
Für eine möglichst genau eingegrenzte Reenactment-Darstellung sollte deshalb zusätzlich auf die beim jeweiligen Produkt angegebene Datierung geachtet werden.
Frührömische und spätrömische Gürtel unterscheiden
Römische Militärgürtel blieben über die Jahrhunderte nicht unverändert. Schnallenformen, Beschläge, Gürtelbreiten und Dekor entwickelten sich weiter. Ein Gürtel nach einem Vorbild aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. passt daher nicht automatisch zu einer spätantiken Darstellung des 4. oder 5. Jahrhunderts.
Gerade spätrömische Gürtel können deutlich andere Schnallen- und Beschlagformen besitzen. Das British Museum führt beispielsweise eine große spätrömische Militärgürtelschnalle aus dem späten 4. beziehungsweise frühen 5. Jahrhundert, deren Gestaltung sich klar von frühkaiserzeitlichen Beschlägen unterscheidet.
Bundweite und Gürtelmaß richtig bestimmen
Bei einem vollständigen Römergürtel ist der tatsächlich benötigte Hüftumfang wichtiger als eine allgemeine Konfektionsgröße. Miss an der Stelle, an der du den Gürtel später tragen möchtest. Berücksichtige dabei auch Tunika, Unterkleidung oder weitere Kleidungsstücke, die unter dem Gürtel liegen.
Vergleiche dein gemessenes Maß anschließend mit dem angegebenen Verstellbereich des jeweiligen Produktes. Die Gesamtlänge eines Gürtels ist nicht automatisch mit dem maximal möglichen Hüftumfang identisch, weil Schnalle, Überstand und Lochpositionen berücksichtigt werden müssen.
Welche Gürtelbreite brauche ich bei einzelnen Beschlägen?
Wenn du einen römischen Gürtel selbst zusammenstellen oder einen vorhandenen Gürtel ergänzen möchtest, muss die Riemenbreite mit den Beschlägen übereinstimmen. Besonders bei Schnallen und Gürtelplatten ist die nutzbare Breite entscheidend.
Miss den vorhandenen Lederriemen direkt und vergleiche ihn mit den Produktmaßen. Bei Beschlägen zum Aufnieten solltest du außerdem prüfen, ob Befestigungsmaterial enthalten ist und ob vorhandene Montagelöcher zu deinem Projekt passen.
Phalerae sind keine gewöhnlichen Gürtelbeschläge
Phalerae waren römische militärische Auszeichnungen in Form dekorativer Scheiben beziehungsweise Medaillen. Sie konnten unter anderem an einem Brustgeschirr präsentiert, als Anhänger verwendet oder teilweise auch an Gürtel- und Riemensystemen befestigt werden.
Sie sollten deshalb nicht mit normalen Gürtelplatten, Schnallen oder Pugio-Haltern gleichgesetzt werden. Militärische Auszeichnungen und dazugehörige Brustgeschirre gehören thematisch zur römischen Ehren- und Repräsentationsausrüstung und nicht automatisch zu jedem Legionärsgürtel.
Materialien und Pflege
Komplette römische Gürtel und Baltei bestehen bei modernen Repliken häufig aus Leder mit Beschlägen aus Messing, verzinntem Messing oder anderen Metalllegierungen. Die Pflege sollte deshalb auf beide Materialgruppen abgestimmt werden.
Leder sollte trocken gelagert und nicht dauerhaft starker Hitze ausgesetzt werden. Geeignete Lederpflege kann helfen, ein Austrocknen zu vermeiden. Beschläge aus Messing können mit der Zeit eine Patina entwickeln. Verzinnte oder anders beschichtete Oberflächen sollten nicht aggressiv poliert werden, da dadurch die Oberflächenschicht beschädigt werden kann.
Römische Gürtel mit Waffen und Rüstung kombinieren
Ein Cingulum oder Balteus sollte zur übrigen militärischen Darstellung passen. Gladius, Spatha und Pugio findest du bei den römischen Schwertern & Dolchen. Körperpanzer wie Lorica Segmentata und Lorica Hamata findest du bei den römischen Rüstungen.
Auch ein Römerhelm sollte zeitlich zum Gürtel und zur übrigen Ausstattung passen. Einen Überblick über den gesamten Themenbereich findest du unter Römer & Griechen.
Häufige Fragen zu römischen Gürteln und Schwertgurten
Was ist der Unterschied zwischen Cingulum und Balteus?
Ein Cingulum ist bei den hier angebotenen Produkten ein um die Hüfte getragener Militärgürtel. Ein Balteus dient dagegen insbesondere als Schwert- beziehungsweise Schultergurt. Beide Systeme können zur römischen Militärausrüstung gehören, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben.
Kann ich jeden Pugio an jedem Römergürtel befestigen?
Nein. Pugio-Scheide, Aufhängebeschläge und Gürtel müssen konstruktiv zueinander passen. Prüfe insbesondere Art und Position der Halter sowie die Gürtelbreite.
Passt jeder Balteus zu jedem Gladius oder jeder Spatha?
Nein. Entscheidend ist weniger das Schwert selbst als die Aufhängung seiner Scheide. Ringe, Schlaufen und Beschläge müssen zur Konstruktion des jeweiligen Balteus passen.
Wie messe ich die richtige Größe für einen Römergürtel?
Messe deinen Umfang dort, wo du den Gürtel später tatsächlich tragen möchtest, möglichst über der dafür vorgesehenen Kleidung. Vergleiche dieses Maß anschließend mit dem beim Produkt angegebenen Verstellbereich.
Was sind Pteryges an einem römischen Gürtel?
Als Pteryges werden im heutigen Reenactment und Handel häufig die von manchen Cingula herabhängenden, mit Metallteilen verzierten Lederriemen bezeichnet. Sie sind nicht bei jedem römischen Militärgürtel vorhanden.
Was ist eine Phalera?
Eine Phalera ist eine scheibenförmige römische Militärdekoration beziehungsweise Auszeichnung. Phalerae konnten an Geschirren oder Riemensystemen präsentiert werden, sind aber nicht einfach ein anderer Name für gewöhnliche Gürtelbeschläge.
Kann ich einzelne römische Gürtelbeschläge für einen Eigenbau verwenden?
Ja, sofern Maße und Befestigung zum verwendeten Lederriemen passen. Prüfe insbesondere Gürtelbreite, Lochpositionen und die benötigten Nieten oder Schrauben.
Wie pflege ich einen Cingulum aus Leder und Messing?
Lagere den Gürtel trocken und verwende bei Bedarf geeignete Lederpflege. Messing kann mit der Zeit eine Patina entwickeln. Bei verzinnten oder beschichteten Beschlägen solltest du aggressive Poliermittel vermeiden.