Mittelalterliche Pfeile & historische Pfeilspitzen
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Feuerstein-Pfeilspitze
Seilschneider – Handgeschmiedete Halbmond-Pfeilspitze aus Kohlenstoffstahl
Historische Pfeilspitze aus Feuerstein – gestielt, 4 cm – Replika Steinzeit
Historische Pfeilspitze O
Mittelalterliche Brandspitze
Holzpfeil Hektor 29"
Mittelalterlicher Pfeil mit Blattspitze
Mittelalterlicher Pfeil mit Kampfspitze
Mittelalterlicher Übungspfeil 30"
Mittelalterlicher Pfeil mit Nadelbodkin
Mittelalterlicher Pfeil mit grosser Bartspitze
Mittelalterlicher Pfeil mit Ambosbodkin
Mittelalterlicher Pfeil mit kleiner Jagdspitze
Mittelalterliche Pfeile und historische Pfeilspitzen
Pfeile wurden über viele Jahrhunderte für Jagd, Krieg und Übung verwendet. Ihre Konstruktion musste dabei auf den verwendeten Bogen und den vorgesehenen Einsatzzweck abgestimmt sein. Unterschiede bestanden unter anderem bei Schaftlänge, Schaftmaterial, Befiederung, Nocke sowie Form und Gewicht der Pfeilspitze.
In dieser Warengruppe findest du vollständige mittelalterlich gestaltete Holzpfeile sowie einzelne historische Pfeilspitzen. Die Auswahl reicht von Übungspfeilen für traditionelles Bogenschießen bis zu Nachbildungen militärischer, jagdlicher und prähistorischer Spitzenformen für Sammlung, Reenactment und historische Präsentation.
Aufbau eines traditionellen Holzpfeils
Ein vollständiger Pfeil besteht im Wesentlichen aus dem Schaft, der Nocke, der Befiederung und der Spitze. Bei traditionell gestalteten Mittelalterpfeilen wird meist ein Holzschaft mit echter Federbefiederung kombiniert. Einige Ausführungen besitzen eine direkt in den Schaft eingearbeitete Selfnocke.
Die Befiederung stabilisiert den Pfeil während des Fluges. Zusätzliche Wicklungen können die Federn sichern und zugleich das historische Erscheinungsbild unterstreichen. Je nach Modell unterscheiden sich Farbe, Länge und Form der verwendeten Naturfedern.
Pfeillänge und Auszugslänge
Die Pfeillänge muss zur persönlichen Auszugslänge und zum verwendeten Bogen passen. Ein zu kurzer Pfeil kann beim vollständigen Auszug von der Auflage rutschen und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.
Die angegebenen 29 oder 30 Zoll einzelner Modelle dürfen deshalb nicht pauschal auf jeden Schützen und jeden Bogen übertragen werden. Vor der Bestellung sollte die erforderliche Mindestlänge für die eigene Auszugslänge bestimmt werden.
Was bedeutet der Spinewert?
Der Spinewert beschreibt die Biegesteifigkeit eines Pfeilschaftes. Beim Abschuss wird der Pfeil durch die Beschleunigung kurzzeitig gebogen. Damit er kontrolliert am Bogen vorbeifliegt, muss seine Steifigkeit zum Zuggewicht, zur Auszugslänge und zur Bauform des Bogens passen.
Ein zu weicher oder zu steifer Pfeil kann ein ungünstiges Flugverhalten zeigen. Bei einer ungeeigneten Kombination besteht außerdem die Gefahr einer Beschädigung des Schafts. Maßgeblich sind deshalb immer die technischen Angaben des jeweiligen Pfeils und die Empfehlungen für den verwendeten Bogen.
Übungspfeile für traditionelles Bogenschießen
Übungspfeile besitzen eine Spitze, die für geeignete Zielscheiben vorgesehen ist. Sie eignen sich besser für regelmäßiges Scheibenschießen als scharfe historische Jagd- oder Kampfspitzen.
Auch ein Übungspfeil ist kein Spielzeug. Vor jeder Verwendung sollten Schaft, Nocke, Befiederung und Spitze auf Risse, Lockerungen oder andere sichtbare Beschädigungen geprüft werden. Beschädigte Pfeile dürfen nicht weiterverwendet werden.
Mittelalterpfeile mit historischen Spitzen
Vollständige Mittelalterpfeile verbinden einen traditionell gestalteten Holzschaft mit einer historischen Spitzenform. Dazu gehören unter anderem Blattspitzen, Bartspitzen, Kampfspitzen und verschiedene Bodkin-Ausführungen.
Solche Pfeile eignen sich abhängig von ihrer konkreten Ausführung besonders für historische Sammlungen, Ausstellungen, Reenactment und anschauliche Darstellungen mittelalterlicher Bogenausrüstung. Scharfe, spitze oder mit Widerhaken versehene Modelle sind keine gewöhnlichen Übungspfeile.
Bodkin- und Nadelbodkin-Spitzen
Als Bodkin werden gewöhnlich lange und schmale historische Pfeilspitzen bezeichnet. Innerhalb dieser Gruppe gab es unterschiedliche Querschnitte und Formen. Besonders schlanke Ausführungen werden häufig als Nadelbodkin bezeichnet.
Im Sortiment findest du vollständige Mittelalterpfeile mit unterschiedlichen Bodkin-Formen. Aufgrund ihrer ausgeprägten Spitze sind sie insbesondere als historische Repliken und Sammlerstücke einzuordnen. Ob eine konkrete Ausführung für eine bestimmte praktische Verwendung vorgesehen ist, ergibt sich ausschließlich aus der jeweiligen Produktbeschreibung.
Blatt-, Bart- und Kampfspitzen
Blattförmige Pfeilspitzen besitzen eine breitere, meist symmetrische Form. Bartspitzen sind durch seitliche Widerhaken gekennzeichnet. Unter Bezeichnungen wie Kampfspitze werden verschiedene historisch inspirierte Formen zusammengefasst, die sich deutlich von modernen Scheibenspitzen unterscheiden können.
Widerhakende und scharf geschliffene Spitzen können Ziele stark beschädigen und lassen sich häufig nur schwer wieder entfernen. Sie sollten daher nicht für gewöhnliche Zielscheiben oder ohne ausdrücklich geeigneten Verwendungszweck eingesetzt werden.
Brand- und Halbmondspitzen
Brandspitzen und halbmondförmige Spitzen gehören zu den auffälligeren historischen Sonderformen. Heute angebotene Nachbildungen dienen vor allem als Anschauungsobjekte für Sammler, Reenactor und historisch Interessierte.
Eine historische Bezeichnung oder Bauform stellt keine Empfehlung zur ursprünglichen Verwendung dar. Insbesondere Brandspitzen dürfen nicht mit brennbarem Material versehen oder für Brandversuche eingesetzt werden.
Pfeilspitzen aus Stahl
Viele historische Pfeilspitzen werden aus Kohlenstoffstahl handgeschmiedet. Dadurch können leichte Unterschiede in Oberfläche, Form und Abmessungen auftreten. Solche Abweichungen sind bei handwerklich gefertigten Repliken normal und machen jedes Stück geringfügig individuell.
Kohlenstoffstahl ist nicht rostfrei. Die Spitzen sollten deshalb trocken gelagert und gelegentlich dünn mit einem geeigneten Pflegeöl geschützt werden. Vor der Montage muss geprüft werden, ob Tülle beziehungsweise Schaftaufnahme zum Durchmesser des vorgesehenen Holzschaftes passt.
Feuerstein-Pfeilspitzen
Pfeilspitzen aus Feuerstein verweisen auf wesentlich ältere, prähistorische Formen und gehören zeitlich nicht zum eigentlichen Mittelalter. Sie werden dennoch zusammen mit den übrigen Pfeilspitzen geführt, weil sie denselben Produkttyp darstellen und eine eigene Warengruppe bei der geringen Artikelzahl nicht sinnvoll wäre.
Da Feuerstein ein Naturmaterial ist und die Spitzen von Hand bearbeitet werden, können Farbe, Struktur, Form und Abmessungen voneinander abweichen. Die Stücke eignen sich insbesondere für Sammlungen, Museums- und Reenactmentdarstellungen oder als Anschauungsobjekte zur frühen Waffen- und Werkzeuggeschichte.
Einzelne Pfeilspitzen auf einem Schaft befestigen
Vor der Montage einer einzelnen Spitze müssen Schaftdurchmesser, Aufnahmeform und Befestigungsart miteinander übereinstimmen. Viele Stahlspitzen besitzen eine Tülle, in die ein passend zugerichteter Holz- oder Bambusschaft eingesetzt wird. Andere Spitzenformen werden seitlich am Schaft befestigt oder in einen gespaltenen Schaft eingebunden.
Eine unsachgemäß oder nur locker befestigte Spitze kann sich beim Abschuss lösen. Einzelne historische Spitzen sollten daher nur von Personen montiert werden, die über die erforderlichen Kenntnisse und geeigneten Materialien verfügen. Bei reinen Sammlerstücken kann eine dauerhaft nicht schussfähige Präsentationsmontage zweckmäßiger sein.
Pfeile richtig lagern und transportieren
Pfeile sollten trocken, möglichst gerade und vor Druckbelastung geschützt gelagert werden. Eine dauerhaft schräge oder belastete Aufbewahrung kann Holzschäfte verformen. Köcher eignen sich vor allem für Transport und kurzfristige Bereitstellung; für längere Lagerzeiten empfiehlt sich eine waagerechte oder spannungsfreie Aufbewahrung.
Scharfe Spitzen sollten mit einer geeigneten Schutzabdeckung versehen und außerhalb der Reichweite von Kindern und unbefugten Personen aufbewahrt werden. Beim Transport dürfen die Spitzen nicht frei aus einer Tasche oder einem Köcher herausragen.
Häufige Fragen zu Pfeilen und Pfeilspitzen
Welcher Pfeil passt zu meinem Bogen?
Entscheidend sind insbesondere Auszugslänge, Zuggewicht des Bogens, Pfeillänge, Spinewert und Schaftmaterial. Der Pfeil muss lang genug sein und eine zum Bogen passende Biegesteifigkeit besitzen. Bei Unsicherheit solltest du dich an den technischen Angaben des Bogen- und Pfeilherstellers orientieren.
Kann ich alle Mittelalterpfeile zum Scheibenschießen verwenden?
Nein. Für das Scheibenschießen eignen sich in erster Linie ausdrücklich dafür vorgesehene Übungs- und Scheibenpfeile. Scharfe Blatt-, Kampf-, Bart- oder Bodkin-Spitzen können Scheiben beschädigen und sind häufig vor allem für Sammlung und historische Darstellung gedacht.
Sind einzelne Pfeilspitzen bereits geschärft?
Das unterscheidet sich je nach Artikel. Historische Spitzen können scharf, nur zugespitzt oder bewusst stumpfer ausgeführt sein. Verlasse dich nicht allein auf die Produktabbildung, sondern beachte die Angaben der jeweiligen Produktbeschreibung.
Was ist eine Selfnocke?
Bei einer Selfnocke wird die Kerbe zur Aufnahme der Bogensehne unmittelbar in das Ende des Holzschaftes eingearbeitet. Es wird somit keine separate Kunststoffnocke aufgesetzt.
Gehören Armbrustbolzen ebenfalls in diese Warengruppe?
Nein. Armbrustbolzen unterscheiden sich in Bauform und Abstimmung von gewöhnlichen Bogenpfeilen. Sie sollten bei den mittelalterlichen Armbrüsten beziehungsweise beim Armbrust- und Bogenzubehör eingeordnet werden.
Sind die Pfeile für LARP geeignet?
Gewöhnliche Holzpfeile und historische Pfeilspitzen dürfen niemals auf Personen abgeschossen werden. Für LARP sind ausschließlich dafür vorgesehene Sicherheitspfeile mit geeigneten gepolsterten Köpfen zulässig. Zusätzlich gelten die Sicherheitsbestimmungen des jeweiligen Veranstalters.
Ist für die Bestellung ein Altersnachweis erforderlich?
Bei entsprechend gekennzeichneten Pfeilen oder Pfeilspitzen ist ein Altersnachweis erforderlich. Den konkreten Hinweis findest du direkt beim jeweiligen Artikel und während des Bestellvorgangs.